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"Reine Promotion ohne inhaltlichen Sinn"

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Die DTM ist zum zweiten Male zu Gast im Münchner Olympiastadion (Bild: imago)
Er nehme die Beschwerden der Bevölkerung ernst, sagte Ralph Huber, der Geschäftsführer des Olympiaparks. Das 2011 erstmals durchgeführte Event bleibe trotzdem. Huber verweist in diesem Zusammenhang auf die um vier Stunden reduzierte Rennzeit im Vergleich zum vergangenen Jahr.
Der Zuspruch ist da
Aber das Interesse des Publikums zeige, fügte er hinzu, dass die Menschen die Rennen im Olympiastadion gutfänden. 54.000 Zuschauer kamen 2011, in diesem Jahr werden es nicht weniger sein. "Wir wollen deshalb die Verträge unbedingt verlängern, weil unser Park dadurch national und international ins Blickfeld rückt", sagte Huber.
Fans und Protestanten
Es ist die Nähe zu den Fans, die Fahrer und DTM-Macher gleichermaßen an dem Einladungsrennen im asphaltierten Innenraum des historischen Monuments so lieben. "Es ist ein großer Meilenstein in der Geschichte der DTM", sagteMercedes-Sportchef Norbert Haug, "dass wir in einem so tollen Stadion fahren und uns so für ein neues Publikum öffnen. Ich hoffe, dass das noch viele Jahre so bleibt" - ungeachtet der kontroversen und zum Teil emotionalen Diskussionen über den Sinn und Unsinn von Autorennen im Olympiastadion.
Die Grünen suchen nach dem Sinn
Vor allem die Anwohner um den Olympiapark beschwerten sich über den Krach und den Gestank der Boliden. "Es ist ein infernalischer Lärm", sagte auch Münchens Grünen-Chef Sebastian Weisenburger. Der Politiker spricht von "reiner Promotion ohne inhaltlichen Sinn", weil es keine Punkte für die Meisterschaftswertung gebe.
Was macht der Stadtrat?
Seine Partei steht deshalb den Anwohnern politisch bei und hat als erste Fraktion eine Initiative in den Münchner Stadtrat eingebracht, mit dem Ziel, die bestehenden Verträge nicht zu verlängern. Die übrigen Parteien sind unentschlossen, wie sie sich in dieser Frage verhalten sollen. Bis einschließlich 2013 gilt die schriftliche Übereinkunft zwischen der Olympiapark GmbH und der DTM.
Der Werbewert steht über allem
Als Geschäftsführer ist Huber darauf angewiesen, dass seine GmbH zur weiteren Park-Konsolidierung attraktive und finanzstarke Partner vorweisen kann. Darüber hinaus haben die Bilder des Zeltdachs und des Olympiageländes, die über die Live-Übertragungen der ARD weltweit in 100 Länder transportiert werden, einen hohen Werbewert.
Vorjaherssieger Mortara spricht offen von "Langeweile"
Sportlich dagegen haben die Rennen eine geringe Aussagekraft: Die Piloten gewinnen keine Punkte und fahren die 614 Meter lange Strecke meistens im ersten und zweiten Gang. Das sei eher langweilig, gab Vorjahressieger Eduardo Mortara zu.
Irgendwann soll es sogar um Meisterschaftspunkte gehen
Aber nach der Modifizierung des Rennkurses könne man jetzt ans Limit gehen, ohne gleich in der Mauer zu landen, sagte der DTM-Führende Gary Paffett. Um die Attraktivität für die Piloten zu steigern, liegt Huber viel daran, dass die Rennen aufgewertet werden und irgendwann auch um Punkte gefahren wird.
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