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Samstag, 8. September 2012 13:56 | von dpa

Czyz' Anschuldigung schlägt hohe Wellen

Die Vorwürfe von Sprinter Wojtek Czyz, Konkurrent Heinrich Popow nutze ein nicht allen zugängliches künstliches Knie, haben Verärgerung im deutschen Paralympics-Lager ausgelöst. Die Nerven lagen blank vor dem 100-Meter-Finale, in dem Popow Gold und Czyz Bronze holte.


Der Zieleinlauf über die 100 Meter: Wojtek Czyz wird Dritter, Heinrich Popow gewinnt

Der Zieleinlauf über die 100 Meter: Wojtek Czyz (links) wird Dritter, Heinrich Popow (rechts) gewinnt (Bild: ddp)

Die deutsche Mannschaftsführung bei den Paralympics war auch am Tag nach dem Eklat noch stinksauer.

Die Freude wird überlagert

Eigentlich wollte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), vor allem die jüngsten Erfolge Revue passieren lassen, etwa die Goldmedaillen der Rollstuhlbasketballerinnen oder der Schwimmerin Daniela Schulte. Aber der Konflikt im Leichtathletik-Team, der den Triumph von Heinrich Popow über 100 Meter trübte, war immer noch das große Thema.

Der Verband ist verärgert

"Wir sind natürlich verärgert, wenn innerhalb der Mannschaft Leute aufeinander losgehen", sagte Beucher. "Wenn die Nerven blank liegen, treten Ziele wie Fairness und Kameradschaft in den Hintergrund."

Streit ums Gelenk

Czyz hatte Popow öffentlich des "technischen Dopings" beschuldigt, weil dieser ein künstliches Kniegelenk verwende, das anderen Athleten vom Ausrüster Ottobock vorenthalten werde. Popow und der Prothesenhersteller hatten den Vorwürfen widersprochen, und auch Beucher meinte: "Die sachliche Grundlage ist nicht vorhanden. Die Prothesen sind nach Auskunft des Ausrüsters frei verkäuflich."

Worum geht es eigentlich?

Ob es bei dem Zoff um die Sache ging, ist unklar und für den DBS vermutlich auch zweitrangig. Auf jeden Fall hat Czyz, der den Sprint hinter Popow und dem Australier Scott Reardon als Dritter beendete, Unruhe in die deutsche Mannschaft gebracht.

Czyz muss sich erklären

Sofort nach der Ehrenrunde im Olympiastadion war der deutsche Chef de Mission Karl Quade in die Interviewzone gegangen und hatte sich Czyz zur Brust genommen. Minutenlang redete Quade auf den Sportler ein, dieser schien dem Funktionär deutliche Widerworte zu geben. "Ich habe ihm gesagt, dass wir die Debatte versachlichen müssen", sagte Quade, "es sind beide tolle Sportler, die aber die Öffentlichkeit lieben."

"Humbug und Psychospielchen"

Popow wollte sich von dem Streit nicht die Laune verderben lassen, die Vorwürfe hatte er schon im Vorfeld des Finales als "Humbug" und "Psychospielchen" abgetan.

Popow stellt auf Durchzug

Nach dem Triumph, den der Sieger vollmundig angekündigt hatte, erzählte Popow: "Ich habe vier Jahre für diesen Erfolg gearbeitet. Ich habe den Abend genossen und das Beste draus gemacht, weil ich mental sehr stark bin. Die Vorwürfe gingen links rein und rechts raus und kurz zurück in meinen Kopf", betonte er. Irgendwann habe er sich gesagt: "Du hast die gesamte Karriere auf diesen Moment aufgebaut. Ich bin glücklich, da kann mich so ein Spruch nicht unglücklich machen."

Nur der nötigste Kontakt

Beste Freunde werden Czyz und Popow nicht mehr, soviel scheint klar. Mehr als einen pflichtmäßigen Handschlag auf der Tartanbahn bekamen die 80.000 Zuschauer nicht zu sehen, auf der gemeinsamen Stadionrunde aller Finalisten gingen sich beide aus dem Weg. Auch bei der Siegerehrung schien sich Czyz nur widerwillig neben seinen Rivalen auf das oberste Treppchen zu stellen.

Wie sage ich es wie ein Mann?

"Ich hätte geglaubt, wenn man jahrelang dabei ist, ist man mental stärker", stichelte Popow in Richtung Czyz. Angesprochen auf ein Gespräch der beiden, von dem Czyz berichtete, meinte Popow: "Ins Gesicht gesagt hat er mir das nur, weil er vorher schon in den Medien war. Er hat gesagt, er würde das gerne wie ein Mann machen. Das hat der dann aber nicht. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

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1Kommentar
8. Sep 2012 21:27
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es ists chade was da abgeht   wundern wuerde es mich nciht  .
die art  wie der enflaender die 200 eter gewonnen hat  doer der brasilainer  da  geht eingies daneben.
es ist s cahde das so ein thema  auf  menschen abstrahlt die wirklich ein schweres los im leben haben und sich ueber den sport etwas holen  was andere  leichter bekommen.
es ist aber   toll die einsetllung diese athleten zu sehen  durch die bnak  eine viel bessere  einstellung als die  unbehinderten  die ja in berlin mit vileen ausreden und schachpunkten  negativ ausgefallen sind...
die behinderten  sportler zeigen  was begeisterung und einstellung bewegen kann...
und wuenschen allen die daran teilnehemn eine gute rueckkehr  und motviation fuer ihr weiteres leben  ..
sie sind die wahren vorbilder...die mit sehr unterschiedlichen behinderungen erstaunliches und beispielhaftes  bringen..
diese leistungen haetten mehr verdient als die paar stunden im fernsehen...
schoen das eingies  sehr  sachlich berichtet wurde  das man nun einen besseren einblick in dese welt hat 


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