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Montag, 23. April 2012 15:38

Hochsprung-Star Friedrich outet Stalker und verteidigt sich

Deutschlands Hochsprung-Star Ariane Friedrich hat einen Mann wegen sexueller Belästigung angezeigt. Der hatte ihr eine E-Mail mit einem Foto seines Geschlechtsteils geschickt.


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Startet sie bald im Weitsprung? Ariane Friedrich.

Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die 28-Jährige den Wortlaut einer an sie gerichteten E-Mail: „Willst du mal einen schönen Schw*** sehen? Gerade geduscht und frisch rasiert."

Den mit der E-Mail gesandten Anhang öffnete sie nach eigenen Angaben jedoch nicht.

Pikant: Friedrich veröffentlichte den kompletten Namen und den Wohnort des Mannes. „NEIN HERR xxxxxx, ich möchte weder Ihr Geschlechtsteil noch die Geschlechtsteile anderer Fans sehen", postete Friedrich. Und weiter: „Ich bin nicht mehr bereit, mich doppelt zum Opfer zu machen und stets zu schweigen. Ich bin es schlicht leid. Es gibt einfach einen Punkt, an dem Schluss ist. Es ist ein großer Schritt, so etwas öffentlich zu machen, aber es ist nicht das erste Mal, das mich persönlich so eine Mail erreicht. Das Herausnehmen aus der Anonymität ist meines Erachtens ein Mittel, um zu verdeutlichen, dass ich bereit bin zu handeln."

Die „Bild" kontaktierte daraufhin den Mann. Der gab an, dass er „früher auf Facebook war" und schon „zwei Mal gehackt" worden ist. Gut möglich, dass das jetzt wieder passiert ist. Allerdings gibt er auch zu, dass er schon mehrmals auf der Facebookseite der Hochspringerin war.

Friedrich hat auf jeden Fall Anzeige erstattet. Ob es sich dabei um einen gehackten Account handelt oder ob der Mann diese E-Mail wirklich selbst geschrieben hat, wird nun die Polizei ermitteln.

Emotional verständlich, rational bedenklich, was Friedrich tat. Sie hat mit der Veröffentlichung des Namens und des Wohnorts eines Mannes, der sie im sozialen Netzwerk Facebook offenbar sexuell belästigt hatte, viel Zustimmung, aber auch jede Menge Widerspruch erfahren. Von "absolut richtig" bis "Schämen Sie sich!" reichen die weit mehr als 1.000 Kommentare im sozialen Netzwerk zu ihrer Aktion, den vermeintlichen Täter via Facebook an den Pranger zu stellen. Rechtlich gesehen hat sich die Kriminalkommissarin nach Auffassung des Medienrechtprofessors Thomas Hoeren von der Universität Münster der Verletzung der Persönlichkeitsrechte schuldig gemacht.

"Ich kann emotional verstehen, dass jemand sagt: Ich habe die Nase voll und sich auf diese Weise wehrt. Aber juristisch gesehen ist das ein klarer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte", sagt Hoeren. Die Mail sei wie ein privater Brief zu behandeln. "Aus dem darf auch nicht ungefragt zitiert werden." Das Internet sei kein rechtsfreier Raum.

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