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Dienstag, 21. August 2012 11:11

Drama um somalische Athletin

Somalias Fahnenträgerin aus dem Jahr 2008, Samia Yusuf Omar, ist bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Sie war auf dem Weg zu Olympia in London.


Abdinassir Said Ibrahim und Samia Yusuf Omar (© (Biild: imago))
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  • Abdinassir Said Ibrahim und Samia Yusuf Omar (© (Biild: imago))
  • Fartun Abukar Omar und Gail Devers (© (Biild: David Gray/Reuters))
  • Somalische Athleten (© (Biild: Feisar Omal/Reuters))
  • Somalische Athleten (© (Biild: Feisar Omal/Reuters))
  • Zamzam Farah und Mohamed Hassan (© (Biild: Feisar Omal/Reuters))
  • Premier Ali (© (Biild: Omar Faruk/Reuters))
  • Schlechte Bedingungen (© (Bild: imago))
  • Training auf der Straße (© Bild: Feisar Omal/Reuters))
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Zusammen mit Abdinassir Said Ibrahim vertrat Samia Yusuf Omar (links) 2008 in Peking Somalia.

21. August 2012 - Drama um Samia Yusuf Omar: Die Leichtathletin, die 2008 bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking Fahnenträgerin für ihr Land war, ist nach Medienberichten bei einer Seeüberfahrt in Richtung Süditalien ums Leben gekommen!

Die erst 21-Jährige, die in Peking im Sprint über 200 Meter antrat, soll vor acht Monaten mit anderen Migranten an Bord eines Fischerbootes aus Libyen gestartet sein, mit dem Ziel Italien zu erreichen. Doch weder sie noch die anderen Passagiere kamen dort an. Vermutlich Anfang April kam die junge Frau bei einem Schiffsbruch im Kanal von Sizilien unweit von der Küste Maltas ums Leben, berichtete Abdi Bile, 1500-m-Weltmeister von Rom 1987.

Bile, der die traurige Nachricht anlässlich der beiden Olympiasiege des britischen Läufers Mo Farah, der in Somalia geboren wurde, publik machte, sagte der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport":

„Wir sind über Mos Erfolge sehr glücklich, wir dürfen Samias Drama jedoch nicht vergessen". Samia Yusuf Omar hatte sich als 17-Jährige gegen großen Widerstand in ihrer muslimischen Heimat den Olympiastart erkämpft.
„Ich renne gegen den Hass in meinem Land und um meiner Familie zu helfen", berichtete sie damals. Obwohl sie im Rennen den letzten Platz belegte, lief sie in einer Zeit von 32,16 Sekunden über 200 Meter persönliche Bestzeit, und wurde von den Zuschauern gefeiert.

Die Tragik der Geschichte ist enorm

„Samia wollte unbedingt an den Olympischen Spielen in London teilnehmen. Aus Geldgründen wussten wir nicht, ob Somalia Athleten nach London schicken würde. Sie hatte uns daher vorgeschlagen, allein London zu erreichen. Wir haben Geld gesammelt, um ihr die Reise zu zahlen. Ihre Mutter hat sogar deswegen ein kleines Grundstück verkauft. Samia ist voller Hoffnungen abgereist. Wir wussten, dass die Reise nach Europa gefährlich war, wir dachten jedoch nicht, dass sie das Leben verlieren würde. Ihr Tod hat uns zutiefst erschüttert", berichtete Samias Trainer Mustafa Abdelaziz.

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