MSN SportMSN Sport
Freitag, 2. November 2012 14:59 | von Jennifer Hauser

Shaun White - Wunderkind mit Starallüren

Die lebende Snowboardlegende Shaun White setzt mit seinen spekatkulären Sprüngen stets neue Maßstäbe. Von seiner Ausnahmeposition innerhalb seines Sports ist er vergleichbar mit Federer, Jordan und Pelé. Sportlich gesehen ist er zwar ein Ass, menschlich aber eher weniger ein Star.


Rotschopf Shaun im Schnee (© Bild: Red Bull)
Weiter
Zurück
Zurück
  • Rotschopf Shaun im Schnee (© Bild: Red Bull)
  • Shaun White in seiner Privatpipe (© Bild: Red Bull)
  • Furchtlose Sprünge in den Himmel (© Bild: Red Bull)
  • Spektaküläre Aufnahmen aus dem Heli (© Bild: Red Bull)
  • Shaun White: Jeder Sprung ein Individuum (© Bild: Red Bull)
  • Sommersprossen Shaun (© Bild: Red Bull)
  • Einzelgänger Shaun White (© Bild: Red Bull)
  • Shaun White: seine Sprünge setzen neue Maßstäbe (© Bild: Red Bull)
Weiter
Bild: Red BullZeige Thumbnails
1 von 10
Rotschopf Shaun im Schnee

Der gebürtige Kalifornier darf sich seit seinem 13. Lebensjahr Profisnowboarder nennen und gilt als absoluter Überflieger seiner Zunft bezeichnet. Nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund seiner langen roten Haarpracht bekam er schon vor Jahren den Spitznamen „Flying Tomato“ verpasst. Im Basketball gab es Michael Jordan, im Fußball Pelé, im Tennis ist Roger Federer eine lebende Legende seines Sports und im Snowboarden führt der Weg nur über einen Namen: Shaun White. Der 26-jährige fällt seit Beginn seiner Karriere nicht nur immer wieder durch herausragende sportliche Leistungen auf. Sein Lebenslauf ist auch von zahlreichen Eskapaden durchzogen.

White und sein fragwürdiger Lebenstil

Der freche Rotschopf genehmigte sich vergangenen Monat ein paar Gläschen Hochprozentiges zu viel und löste den Feueralarm in seinem Hotel in Nashville aus. Die Hotelgäste mussten evakuiert werden und White nahm Reißaus. Ein mutiger Augenzeuge, der White an der Flucht hindern wollte, wurde per Fußtritt niedergestreckt. Der Snowboarder stellte sich schließlich selbst ein Bein, landete in einem Zaun, später in der Notaufnahme und schlussendlich auf dem Revier.

Sportlich ist er ein Ass

Die Starallüren kommen nicht von ungefähr. Sein Ex-Sponsor Red Bull ließ 2009 im Schneeparadies Silverton, Colorado, extra für ihn eine private Halfpipe errichten. Mit Erfolg! Nur sechs Jahre nach seinem Profi-Debüt ersprang er sich seine erste Olympia-Goldmedaille in Tunrin. Mit 23 holte er in der Halfpipe in Vancouver seine zweite Goldmedaille.

Doch nicht nur im Schnee ist der wahrscheinlich beste Snowboarder der Geschichte ein Ass. Aber auch auf einem anderen Brett fühlt sich White wohl: Auf dem Skateboard. Als Teamkollege und guter Freund von Skateboard-Legende Tony Hawk bestritt Shaun White zahlreiche Skate-Contests mit Erfolg. So gelang ihm das Künststück, auch auf dem Skateboard eine Goldmedaille bei den X Games 2011 einzuheimsen.

Menschlich kann er sich kaum an Beliebtheit erfreuen

Unter den Kollegen der Szene gilt er als Wunderkind auf dem Brett. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist er aber ist er nicht bei allen gerne gesehen. Er setzt die Maßstäbe in seiner Disziplin gewaltig hoch, bringt sich und seine Kollegen an ihre körperlichen Grenzen. So auch 2010, als sein Kollege Kevin Pearce einen Sprung, den White zuvor am 31. Dezember gestanden hatte, versuchte nachzuahmen. Er scheiterte und landete nicht auf seinem Brett im Schnee sondern mit Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus. Pearce erholte sich nur schwer, kämpft heute noch gegen die Nachleiden seiner Verletzungen, steht heute aber trotzdem wieder auf dem Brett.

Pearce und White könnten gegensätzlicher kaum sein: Sie galten lange als Rivalen und lieferten sich harte Konkurrenz-Kämpfe. Pearce war seinem Erzfeind immer ein Stück voraus in der Weltrangliste. Vielleicht auch deshalb zeigte White wenig Mitgefühl nach dem Unfall von Kevin Pearce. Der 25-Jährige gilt im Vergleich zu White als ein absoluter Teamkämpfer. Shaun White hingegen präsentiert sich als Eigenbrödler in der sonst so geselligen Snowboard-Szene. Er grenzt sich vom eigentlichen Credo der Snowboarder ab: Individualismus in der Gruppe. Er ist allein für sich ein Individualist. Womöglich der größte Individualist aller Snowboarder und er macht seinem Ruf immer wieder alle Ehre. Wenn die anderen nach Contests gemeinsam abhängen, kapselt sich White mit seinem Team ab. Während die übrigen Snowboarder Tipps austauschen, kocht White sein eigenes Süppchen und setzt bei Wettbewerben auf den Überraschungseffekt seine „heimlich“ einstudierten Tricks. In der Branche wird er als „Egoman“ bezeichnet.

Erfolg macht Neider

Trotzdem müssen ihm alle nacheifern, denn seine waghalsigen Sprünge heben kontinuierlich das Maß der Dinge. Mit jedem neuen Stunt, den White zeigt, befinden sich seine Konkurrenten mehr unter Zugzwang. Sie müssen enormes Risiko gehen, sofern sie überhaupt Chancen auf einen Sieg haben wollen. Whites Auftritte sind spektakulär, phantasievoll, künstlerisch, sehen spielerisch leicht und nahezu improvisiert aus. Seine Werbeverträge und Preisgelder bringen ihm Millionen. Nur hinsichtlich seiner Persönlichkeit scheint Shaun White besiegbar zu sein.

<<< zurück zur Sport-Startseite

Sponsored Links

  • Lotto online spielen

    Bequem online den Lotto-Spielschein ausfüllen und digital einreichen. Das müssen Sie beim Tippen im Internet beachten. Erfahren Sie mehr...

  • Tablets & Co. bei eBay

    Finde Tablets, Notebooks & Smartphones für jeden Geschmack. Jetzt bei eBay shoppen!

  • Singles aus Ihrer Stadt

    Treffen Sie interessante Singles, die wirklich zu Ihnen passen. Jetzt kostenlos bei NEU.DE anmelden!

Extremsport(©Red Bull )
Extremsport: Die besten Fotos

Partnerangebote

  • Lotto online spielen

    Bequem online den Lotto-Spielschein ausfüllen und digital einreichen. Das müssen Sie beim Tippen im Internet beachten. Erfahren Sie mehr...

  • Tablets & Co. bei eBay

    Finde Tablets, Notebooks & Smartphones für jeden Geschmack. Jetzt bei eBay shoppen!