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Eisklettern – Ein Sport mit großem Suchtfaktor
Wenn man vom Eisklettern hört, denkt man sofort an den kleinen Bruder des alpinen Bergsteigens. Doch so ist es schon lange nicht mehr. Der Sport, der im Winter sowohl in der freien Natur als auch an künstlich angelegten Spots ausgeübt wird, hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und ist zu einer Trendsportart geworden.
Seinen Ursprung findet das Eisklettern im Jahre 1768 bei der Erstbesteigung des Montblancs. Damals bestieg man den Berg mit Hilfe von Stufen, welche mit einem Pickel ins Eis gehauen wurden und so den Aufstieg erst ermöglichten.
Eine neue Ära wurde mit der Erstbesteigung eines Eisfalls, der Cascade du Dar in der Schweiz, im Jahre 1975 eingeläutet. Der Schotte Dougal Haston, der zwei Jahre später bei einer Lawine ums Leben kam, wurde mit solchen herausragenden alpinistischen Leistungen zu einer Kletterlegende.
1999 wurde dann der erste Weltcup im österreichischen Pitztal ausgetragen. Bei diesem hochkarätigen Wettbewerb können bis heute sowohl Profis als auch Hobbykletterer teilnehmen.
Heutzutage ist Eisklettern zu einer materialaufwändigen Sportart geworden. Neben der passenden Bekleidung sind Helm, Seil, Steigeisen sowie Eispickel und Eisschrauben nötig, um erfolgreich eine Eiswand zu erklimmen. Doch mit der steigenden Qualität der nötigen Hilfsmittel, ist der Einstieg in die Sportart sicherer und einfacher geworden.
Allerdings sollte man das Eisklettern nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bevor das Eis erklommen werden kann, sollten Sie die Technik erproben, das Material testen und sich mit der Beschaffenheit des Eises auseinandersetzen, um Gefahren wie Erfrierungen, Lawinen oder Eisschlag möglichst aus dem Weg zu gehen. Doch die Mühe lohnt sich. Gewagte Aufstiege mit variierenden Routen in einer wunderschönen Natur sind möglich.
Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz zählen Schottland, Slowenien, Norwegen und Kanada zu den beliebtesten Reisezielen der Eiskletterer.
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